Projektbesuche – Teil 1 – Besuch des Projektes „Chancen am Fluchtort Hamburg“

Hinsichtlich der Förderungsmaßnahmen der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) für die Zielgruppe geduldete Flüchtlinge in Hamburg/ Deutschland besuchte Senator Detlef Scheele und Amtsleitung Petra Lotzkat zusammen mit weiteren Vertretern der BASFI das ESF geförderte Projekt „Chancen am Fluchtort Hamburg“.

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Projektbesuche – Teil 1 – Besuch des Projektes „Chancen am Fluchtort Hamburg“

Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk aus vielen Teilprojekten, dass durch Maßnahmen wie Information, Coaching, Qualifizierung, Begleitung, Schulung von Multiplikator/innen sowie Öffentlichkeitsarbeit geduldete Flüchtlinge beim Zugang zum Arbeitsmarkt unterstützt.

Im Gespräch wurden die einzelnen Teilbereiche des Projektverbundes Fluchtort Hamburg und Fluchtort Hamburg Plus erläutert (siehe unten). Zum ESF-geförderten Projekt „Fluchtort Hamburg“ gehören neben der Steuerung und Koordinierung des Netzwerkes durch die passage gGmbH unter anderen die Folgenden:

Kefil Atanda und Noorana Babaeva, zwei Teilnehmer aus dem Teilprojekt „Utkiek“ berichteten über ihre Erfahrungen und die Hilfestellung, die sie im das Projekt erhalten haben. Unterstützung erhielten sie beispielsweise im Bewerbungsprozess, aber auch zur rechtlichen Situation sowie im Prozess des Übergangs von der Schule in die Ausbildung.

Dank der Unterstützung des Projektes durchläuft Kefil Atanda nun eine Ausbildung für Altenpflege, Frau Babaeva wird nach Ende der Schulzeit mit der Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten beginnen.

Neben den Projektzielen wurden ferner die aktuellen Hürden der Flüchtlinge und Bleibeberechtigten auf dem Arbeitsmarkt thematisiert. Zu diesen gehört beispielsweise aktuell der Wegfall der ESF-BAMF-Sprachförderung, die Einstiegsqualifizierung für Flüchtlinge sowie weitere Schwierigkeiten, auf die Flüchtlinge beim Zugang zum Arbeitsmarkt treffen.

Die Barrieren, auf die geduldete Flüchtlinge gegenwärtig treffen, werden bereits auf verschiedenen Ebenen diskutiert. Im Hinblick auf  den Finanzierungsstopp zum 01.04.2014 beim ESF-BAMF-Programm zur berufsbezogenen Sprachförderung äußerte Scheele, dass  der Bund sich hier nicht zurückziehen darf, sondern dringend eine  Regelung gefunden werden müsse, die  Förderlücke für 2014 zu überbrücken. Gerade die Sprachförderung sei der erste Schritt für die Integration und die grundlegende Qualifizierung für den Beginn einer Ausbildung oder Arbeitsaufnahme. Für eine Vielzahl von Flüchtlingen würde hier eine sinnvolle Fördermaßnahme wegfallen.

Petra Lotzkat, Leitung des Amtes für Arbeit und Integration der BASFI verwies darauf, dass bereits wichtige Schritte zur Integration von Flüchtlingen unternommen werden. Mit dem Integrationskonzept sowie mit konkreten Maßnahmen wie zum Beispiel das ESF-Projekt „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung“ zur Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse und dem Stipendienprogramm zur Förderung der Teilnahme an Fortbildungen werden bereits viele Hürden beim Zugang zum Arbeitsmarkt abgebaut.  Zur besseren Einschätzung der Situation und den Bedarfen der geduldeten Flüchtlinge beim Zugang auf dem Arbeitsmarkt wurde ein regelmäßiger Austausch mit dem Netzwerk vereinbart.