Projektbesuch bei der Servicestelle Süd-Osteuropa

Projektbesuch bei der Servicestelle Süd-Osteuropa

Bereits mehr als 300 Personen haben in den vergangenen zwölf Monaten die Servicestelle für Zugewanderte aus Süd-Osteuropa (SOS) aufgesucht, berichtete Projektleiterin Ines Greizer. Ein großer Teil von ihnen komme aus Bulgarien und Rumänien. Die Mitarbeiterinnen der Servicestelle unterstützen sie mit intensiver bei Bedarf auch muttersprachlicher Sozialberatung und berufsunterstützenden Maßnahmen, helfen aber auch bei Fragen im Alltag wie zum Beispiel bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen oder zu Fragen des Krankenversicherungsschutzes.  

Eine Besonderheit des SOS-Projektes: Es bildet interessierte deutschsprachige Südosteuropäer zu Integrationsbegleiterinnen und –begleitern für Neuzugewanderte aus. Neuzugewanderte erhalten dadurch Unterstützung für die Alltagsbereiche Wohnen, Bildung, Arbeit und Gesundheit. Sie treffen auf Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus dem eigenen Kulturkreis, so dass sprachliche Barrieren entfallen. Menschen aus ganz Hamburg nutzen das Angebot der in Lurup angesiedelten Servicestelle. Sie kommen durch die mündliche Empfehlung anderer Zuwanderer zu SOS oder werden durch verschiedene weitere Beratungsstellen darauf aufmerksam gemacht. Zum Bildungsangebot des Projektes gehört auch ein vierstündiger Orientierungskurs Hamburg für Neuzugewanderte  in verschiedenen Muttersprachen.  

Rund 40 % der zugezogenen EU-Bürger sind gut qualifiziert – darunter Handwerker, Lehrer, Architekten. Alle Zugewanderten haben den Wunsch, Arbeit zu finden und sich in Deutschland eine Existenz aufzubauen. Durch die Vermittlung in Sprachkurse und Qualifizierungsangebote erleichtert die Servicestelle ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt. Staatsrat Jan Pörksen betonte in diesem Zusammenhang auch, wie wichtig es für den Spracherwerb der Kinder sei, frühzeitig die Kindertagesstätte zu besuchen.

Zur Unterstützung von Zugewanderten aus Süd-und Osteuropa hat die Servicestelle SOS im Auftrag der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration auch einen „Sozialen Hilfeleitfaden Hamburg“ erstellt, der alle wichtigen Adressen für öffentliche soziale Dienstleistungen, Beratungs- und Bildungsangebote enthält.