Unterstützung bei der beruflichen Entwicklung in der Pflege
In „Meine Chancen in Hamburg“ stellen sich ehemalige Teilnehmende aus den aktuellen Hamburger ESF-Projekten vor.
Bei ihrer Arbeit als examinierte Altenpflegerin kam Florentina Braescu in den vergangenen Jahren immer wieder mit der palliativen Pflege in Berührung und erlebte, wie wichtig es ist, Menschen auf dem letzten Abschnitt ihres Lebensweges nicht nur empathisch, sondern auch mit Fachwissen zu begleiten. So entschied sich die 38-Jährige, sich aufbauend auf ihrer vorhandenen Qualifizierung zur Fachkraft für Palliative Care fortzubilden. Unterstützt wurde die zweifache Mutter dabei durch das ESF Plus geförderte Projekt „care for care“ und durch ihren Arbeitgeber.
1. Wie sind Sie zu dem Projekt gekommen?
Ich kannte das Projekt bereits, da ich schon 2016 bei meinem Examen als Altenpflegerin durch „care for care“ unterstützt wurde. Als ich mich dann entschlossen habe, mich im Bereich der Palliativpflege weiterzubilden, habe ich mich wieder an das Projekt gewandt.
Die Mitarbeitenden von „care for care“ haben mir genau erklärt, wie die Finanzierung funktioniert. Das Ganze war nur möglich, weil mein Arbeitgeber offen dafür ist, Mitarbeitende zu unterstützen, wenn sie sich weiterbilden wollen, und mich für die Weiterbildung freigestellt hat.
2. Was haben Sie im Projekt gelernt?
Ein Jahr lang habe ich mit der finanziellen Unterstützung durch „care for care“ in Blockmodulen die Fortbildung absolviert. Ich habe gelernt, was man in der Palliativpflege braucht, etwa wie die Symptomatik am Lebensende gelindert und begleitet werden kann. Auch Trauer war ein wichtiges Thema, etwa die Frage, wie spricht man mit den Angehörigen?
3. Was haben Sie seither geändert/umgesetzt?
Ich habe nun einen neuen Einsatzbereich im Hospiz und arbeite zum Teil dort, zum Teil in der ambulanten Pflege. Auch dort haben wir Palliativpatienten und -patientinnen. Mein neu erworbenes Wissen kann ich in beiden Bereichen sehr gut einsetzen, die richtigen Fragen stellen, geduldig sein. Die psychische Betreuung gehört immer dazu.
Zudem kann ich nun „Letzte-Hilfe-Kurse“ als Dozentin anbieten.
4. Was hat Ihnen am meisten gefallen?
Die Mitarbeitenden von „care for care“ haben immer sehr schnell geantwortet, alles supernett erklärt, mich beim Einstieg begleitet und bei den Gesprächen mit meinem Arbeitgeber unterstützt.
5. Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche Zukunft?
Ich möchte weitermachen! Mein Ziel ist es, Painnurse, also Schmerzfachkraft, zu werden.
Wir bedanken uns für das Interview! Weitere Informationen zum Projekt „care for care. Qualifizierung in der Pflege 2" finden Sie auf der ESF-Webseite sowie auf der Webseite des Projekts.