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„come in“ und „CatchUp“ schaffen den Übergang in die Regelförderung der Stadt Hamburg

Hilfe für Jugendliche zwischen Schule und Beruf läuft langfristig weiter: Das Projekt come in hilft nicht schulpflichtigen jungen Erwachsenen in schwierigen Lebenssituationen dabei, ihren Weg in die Berufswelt zu finden. Seit dem 01.03.2009 wird es aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie von der Freien und Hansestadt gefördert. Um auch den 18- bis 25-Jährigen mit sozialen Einschränkungen, psychischen Auffälligkeiten oder mit bereits diagnostizierten Störungsbildern gezieltere Hilfe zukommen zu lassen, wurde 2017 zudem das Projekt CatchUp – Psychologische Unterstützung etabliert. Das Angebot wird so gut angenommen, dass die Sozialbehörde nun beide Projekte zusammengefasst und in die Regelförderung übernommen hat.

Die psychologischen Kurzzeit-Interventionen im Projekt CatchUp helfen den jungen Erwachsenen dabei, ihre verborgenen Ressourcen wiederzuentdecken, neue Perspektiven zu eröffnen und Strategien zur Problemlösung zu entwickeln sowie anzuwenden, um dadurch ihre Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erhöhen – gerade in Zeiten von COVID-19 von besonderer Bedeutung, denn die Pandemie wirkt wie ein Katalysator. Kleine Ängste manifestieren sich und werden zu großen Problemen, Unsicherheiten verstärken sich, leichte depressive Verstimmungen entwickeln sich zu schweren Depressionen. Der Mut für eigene Ideen und Vorstellungen einzustehen, fehlte vielen jungen Menschen bereits vor der Pandemie und baute somit Hemmungen bei der Jobwahl auf. Doch nun, ohne Praktika, ohne die Bestärkung von Lehrkräften und Mitschüler*innen, ohne den direkten Kontakt zur Jugendberufsagentur und angesichts der oft mangelnden Unterstützung durch die ebenfalls in der Pandemie überforderten Eltern, brauchen die jungen Menschen motivierende Angebote für die Überwindung ihrer Hürden.

Das Team der beiden Angebote, bestehend aus Fachkräften der Sozialen Arbeit und therapeutischem Fachpersonal, war auch im Corona-Lockdown für die Hilfesuchenden da. Rund 600 jungen Menschen konnte dank CatchUp in den vergangenen 14 Monaten geholfen werden.

Auch das Projekt come in, das junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die beispielsweise aufgrund schwacher schulischer Leistungen nur geringe Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben, Unterstützung bietet und gemeinsam mit ihnen neue Zukunftsperspektiven entwickelt, leistete bereits vor sowie während der pandemischen Lage wirksame Hilfe. Indem Einzelgespräche telefonisch oder per Videokommunikation und Gruppenangebote mittels Onlinetools angeboten wurden, konnte das Angebotsspektrum fast vollständig erhalten bleiben.
CatchUp und come in sind wichtige Bausteine im System der Hamburger Jugendberufsagentur. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Beratungskräften und den Projekten hat sich bewährt und das Angebot die Lebensbiografien der jungen Teilnehmenden positiv verändert. Darum wurden sie aus der zeitlich begrenzten ESF-Förderung herausgelöst und zum 01.07.2021 als Gesamtprojekt unter dem Namen „come in & CatchUp“ in die Regelförderung der Freien und Hansestadt Hamburg übernommen.