Scheele eröffnet breite Diskussion zur Fachkräftesicherung

300 Gäste beim „ESF im Dialog“ zum Thema Fachkräftesicherung

„Die Veranstaltung `ESF im Dialog` liefert jetzt einen wichtigen Beitrag für ein Fachkräftenetzwerk, das im kommenden Jahr gegründet wird. Im Rahmen dieses Netzwerkes wollen wir den heutigen Dialog mit unseren Partnern - der Agentur für Arbeit, Jobcenter team.arbeit.hamburg, den Kammern, den Gewerkschaften und Unternehmensvertretern fortsetzen.“ sagte Detlef Scheele, Senator der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) heute vor rund 300 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Der Senat wird seine Strategie zur Sicherung des Fachkräftebedarfs für Hamburg Anfang 2013 vorlegen und gemeinsam mit den Partner im Fachkräftenetzwerk umsetzen und weiterentwickeln. Die von der BASFI organisierte Jahresveranstaltung des Europäischen Sozialfonds ESF in der Handwerkskammer Hamburg stand unter dem Motto „Fachkräfte für morgen – Hamburger Potentiale fördern, Europas Chancen nutzen!“.

Scheele eröffnet breite Diskussion zur Fachkräftesicherung

Wie wichtig das Thema Fachkräftesicherung ist, machte Professor Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seinem Grußwort deutlich: „Das Schrumpfen des Erwerbspersonenpotentials lässt sich nicht mehr aufhalten. In einem realistischen Szenario wird der Rückgang bis 2025 bundesweit gut drei Millionen und bis 2050 sogar rund zehn Millionen betragen“.

Welche Möglichkeiten es gibt, Fachkräfte zu sichern, wurde anhand von ESF-Projektbeispielen verdeutlicht und in vier Foren intensiv mit den Gästen diskutiert. Bei Jugendlichen, so Hans-Martin Rump, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Hamburg, sei insbesondere die neu geschaffene Jugendberufsagentur gefragt, um junge Frauen und Männer gezielt ins Berufsleben zu begleiten. Im zweiten Forum Familie und Beruf brachte es Dr. Christina Boll, Senior Economist beim Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) auf den Punkt: „Frauen brauchen familienaktive Partner, um nachhaltig im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Frauen müssen dies aber auch selbst stärker einfordern.“ Beim Thema Integration von Migrantinnen und Migranten plädierte Dr. Silvia Stiller, Forschungsdirektorin beim HWWI, eindringlich dafür, dass sich die Internationalisierung der Arbeitskräfte auch in der Struktur der Erwerbstätigkeit widerspiegeln muss“. Im vierten Forum wurde über die Potentiale älterer Frauen und Männer diskutiert. Für Dr. Alexander Spermann, Vorstand beim ddn – Das Demographie Netzwerk steht fest: „Ältere sind im Durchschnitt gesünder, leistungsbereiter, zuverlässiger und aufgeschlossener für Innovationen als lange Zeit gedacht.“

Mehr über den ESF unter: www.esf-hamburg.de

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