„Meine Chancen in Hamburg“

In „Meine Chancen in Hamburg“ stellen sich ehemalige Teilnehmende aus den aktuellen Hamburger ESF-Projekten vor.

„Meine Chancen in Hamburg“

Nesrin Mahmoud lebt seit rund zwei Jahren in Hamburg. Gerade hat sie ihre Sprachprüfung mit Erfolg bestanden. Mitarbeiter des Projektes „Chancengenerator“ berieten sie bei der Auswahl eines Berufsbildes und halfen ihr mit Bewerbungstrainings sich auf den Hamburger Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die Syrerin macht aktuell eine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau.

Wie ich zu dem Projekt gekommen bin

Die Jugendberufsagentur hat mir einen Gutschein für das Projekt „Chancengenerator“ ausgestellt und bereits einen Tag später wurde ich von AQtivus zu einem Termin eingeladen.

Was ich im Projekt gelernt habe
Als ich im Herbst 2015 nach Deutschland gekommen bin, wollte ich hier zuerst studieren. In der Jugendberufsagentur habe ich jedoch von der Möglichkeit der dualen Berufsausbildung erfahren. Bei der Berufsberatung stellte sich dann heraus, dass aufgrund meiner umfangreichen Sprachkenntnisse sowie meiner Vorbildung ein kommunikativer und kaufmännischer Beruf genau das Richtige für mich ist. Bei AQtivus habe ich schließlich gelernt, wie man Bewerbungsunterlagen erstellt und passende Stellenangebote findet. Außerdem wurde ich auf Vorstellungsgespräche vorbereitet und habe dadurch viel Sicherheit in Gesprächsituationen bekommen. Das war sehr wichtig für mich, denn zuvor war ich sehr schüchtern und zurückhaltend. Jetzt kenne ich meine Stärken und kann diese selbstbewusst präsentieren. 

Was ich seither geändert/umgesetzt habe
Ich bin viel selbstbewusster geworden und habe auch keine Scheu mehr, Fragen zu stellen, wenn ich etwas noch nicht verstanden habe. Durch das positive Feedback und das Training bei AQtivus habe ich viel Selbstvertrauen dazugewonnen. Das hat letztendlich dazu geführt, dass ich auch bei Vorstellungsgesprächen überzeugen konnte.

Was ich jetzt mache
Ich mache seit September eine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau und parallel dazu abends einen C1-Kurs. Meine Mitschüler in der Berufsschule sind alle Muttersprachler, was eine große Herausforderung für mich bedeutet, mich aber auch besonders motiviert.

Was mir am meisten gefallen hat
Am meisten hat mir gefallen, dass die Mitarbeiter bei AQtivus sehr freundlich und hilfsbereit waren. Sie haben mir geholfen, meinen Weg in Deutschland zu gehen. Durch sie habe ich zuerst einen Deutschkurs gefunden und danach ein Praktikum, nach welchem ich im Anschluss in die Ausbildung übernommen wurde. Außerdem haben sie mich bei der Wohnungssuche unterstützt und auch dabei, im Privaten Anschluss zu finden.

Was ich mir für meine berufliche Zukunft wünsche
Für die Zukunft wünsche ich mir, meine Ausbildung erfolgreich abzuschließen und danach die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten in Deutschland zu nutzen. Während der Ausbildung werde ich verschiedene Abteilungen kennenlernen und bestimmt wird sich dabei herausstellen, was mir besonders Spaß macht und wo meine Talente liegen. Ich kann mir sogar  vorstellen, vielleicht später noch zu studieren.