„Meine Chancen in Hamburg“

In „Meine Chancen in Hamburg“ stellen sich ehemalige Teilnehmende aus den aktuellen Hamburger ESF-Projekten vor.

„Meine Chancen in Hamburg“

Alea Niklaus, 20 Jahre, hat durch das Coachingangebot im Projekt „Ausbildungserfolg in der Pflege verbessern“ des Albertinen Diakoniewerks e.V. und der Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH ihre Stärken kennengelernt und erfahren, wie sie am besten lernt. Mit großem Erfolg.

Wie ich zu dem Projekt gekommen bin
Im Januar 2014 habe ich mit großer Begeisterung meine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen. Nach einem Praktikum in der Pflege wusste ich, dass der Beruf super zu mir passt. In der Schule fühlte ich mich dann jedoch sehr unsicher. Ich war die Jüngste, hatte als Realschülerin Lücken gegenüber den Auszubildenden mit Abitur und kam mit dem Lernen des Unterrichtsstoffs nicht zurecht. Ich zweifelte, ob ich die Ausbildung zu meinem Wunschberuf schaffen würde. Dann hat uns unser Lehrer an der Albertinen-Schule, der zertifizierter Lerncoach ist, über das Coachingangebot informiert. Meine Freundin überzeugte mich, teilzunehmen.

Was ich im Projekt gelernt habe
Es geht beim Coaching nicht um Nachhilfe, sondern um Methoden für ein besseres Lernen. Gemeinsam haben wir geschaut, was mich stört und was ich brauche, um gut zu lernen. Mir war vorher nicht bewusst, dass ich mit kreativen Techniken besonders gut lernen kann und zum Beispiel Bilder besser im Gedächtnis behalte als Texte. Mein Lerncoach hat mir gezeigt, dass ich Stärken habe und wie ich diese nutze. Auch an meiner Prüfungsangst haben wir gearbeitet. 

Was ich geändert/ umgesetzt habe
Ich habe die neuen Lerntechniken eingesetzt, nutze kreative Methoden, strukturiere die Lernzeiten nun klar und nehme auch kurze Auszeiten. Mit den ersten Erfolgen in der Schule hat sich die positive Wirkung verstärkt. Ich bin deutlich selbstbewusster geworden, traue mir viel mehr zu und bekomme auch ganz viel positive Rückmeldung.

Was ich jetzt mache
Ich mache gerade die Prüfungen zum Abschluss der Ausbildung.* 

Was mir am meisten gefallen hat
Ich konnte in einem geschützten Rahmen offene Gespräche mit meinem Coach führen, Probleme ansprechen, ohne dass das im Unterricht eine Rolle gespielt hätte. Sehr gut fand ich auch, dass ich entscheiden durfte, wie viele Sitzungen ich benötige und was besprochen wird. Es ist erstaunlich, wie sehr mich die fünf Sitzungen verändert haben. Sehr positiv ist auch, dass das Angebot kostenfrei ist!

Was ich mir für meine berufliche Zukunft wünsche
Ich wünsche mir insgesamt mehr qualifizierte Pflegekräfte, die Freude an unserem Beruf haben. Für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich die Leidenschaft an der Pflege nicht verliere, dass ich mir jeden Tag sagen kann, was ich heute erreicht habe und dass ich Menschen auch in weniger schönen Lebenslagen etwas Gutes tun kann.


*Zwischenzeitlich hat Alea Niklaus die Prüfungen erfolgreich bestanden.