„Meine Chancen in Hamburg“

In „Meine Chancen in Hamburg“ stellen sich ehemalige Teilnehmende aus den aktuellen Hamburger ESF-Projekten vor.

„Meine Chancen in Hamburg“

Dr. Ghesal Fahimi-Steingraeber erhielt durch ein Stipendium des ESF-Projektes „Pro Exzellenzia 2.0“ Unterstützung bei ihrer Promotion. Heute ist die 35-jährige Vertriebsleiterin in einem mittelständischen Unternehmen und führt ein Team von ca. 20 Mitarbeitern.

Wie ich zu dem Projekt gekommen bin

Nachdem ich 2006 mein Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg und der Montpellier Business School mit einem Doppel-Diplom in Deutschland und Frankreich abgeschlossen hatte, war ich zunächst beruflich tätig. Ich hatte jedoch immer vor, zu promovieren und habe mich schließlich für das Thema Innovationsmanagement entschieden. Da ich regen Kontakt zu Universitäten pflegte, habe ich schließlich einen Professor angesprochen, ob er sich das Thema für meine Promotion vorstellen könne. Es gab ein Rahmenprogramm der HAW, das den „Doctor of Philosophy (PhD)“ in Kooperation mit der University of the West of Scotland anbot, in das ich aufgenommen wurde. Ein knappes Jahr lang habe ich versucht, Promotion und Beruf miteinander zu vereinbaren, dann war klar, dass ich mich auf den akademischen Abschluss konzentrieren musste. Meine Betreuerin im Rahmenprogramm hat mich bei Pro Exzellenzia 2.0 vorgeschlagen und ich bin für ein Stipendium angenommen worden.   

Was ich im Projekt gelernt habe
Bei Pro Exzellenzia werden Workshops und Seminare zur Qualifizierung von Frauen in Führungspositionen angeboten. Ich habe dabei viele Frauen aus den unterschiedlichsten Bereichen und damit neue Perspektiven kennen gelernt. Inhaltlich war für mich besonders interessant, wie ich eine Führungsaufgabe erfolgreich wahrnehmen und meine Verhandlungskompetenzen verbessern kann. Sprachcoaches und Imageberaterinnen unterstützen einen selbstbewussten Auftritt.

Was ich seither geändert/umgesetzt habe
An vielen Stellen in den Workshops habe ich gedacht, ja, das kann ich gut umsetzen. Besonders sensibilisiert worden bin ich für meine Verantwortung als Führungskraft, Mitarbeiter zu begeistern und in ihren individuellen Stärken zu fördern.

Was ich jetzt mache
Ich bin als Vertriebsleitung für den DACH-Raum in einem mittelständischen Unternehmen tätig. 

Was mir am meisten gefallen hat
Der Support durch Pro Exzellenzia berücksichtigte auch die privaten Lebensumstände. Ich bin während meines Stipendiums Mutter geworden und habe sogar das mit der Promotion vereinen können.​​​​​​​

Was ich mir für meine berufliche Zukunft wünsche
Mir ist das Thema Familie absolut wichtig, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich arbeite in Teilzeit und kann beides machen, doch es ist eine absolute Herausforderung, eine leitende Position innezuhaben, wenn man nicht Vollzeit im Büro ist. Für die Zukunft wünsche ich mir Spaß in beiden Bereichen. Und auch, dass ich in meiner Leistung und dem was ich erreichen möchte gefördert werde.